Ziege

Rhöner Betriebe, die Ziegenfleisch anbieten.

Informationen über Ziegen in der Rhön

"Aus der Rhön - für die Rhön"

Informationen über Ziegen in der Rhön


Geschichte der Ziegenhaltung.

Unsere heutige Ziege stammt von der Wildform der Bezoar - Ziege ab. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet war Vorderasien. Übersetzt bedeutet der Name Ziege "kleines Tier" .
In Deutschland hatte die Ziegenhaltung von der Zeit Karls des großen bis zum
30 - jährigen Krieg eine große Bedeutung. Dann aber wurde die Ziegenhaltung durch die Rinderhaltung stark zurückgedrängt. Zuchtvereine nahmen sich ab Ende des 19. Jahrhunderts der gezielten Zucht einzelner Ziegenrassen an. In Notzeiten war die Ziege als Nahrungslieferant aber immer noch sehr beliebt. Ziegen wurden auch als die Kuh des armen Mannes bezeichnet. Ab 1950 ging es mit dem Bestand steil bergab. 1977 wurden im Bundesgebiet nur noch 36300 Ziegen gezählt. Im Jahr 2000 ist der Bestand schon wieder auf 100000 Tiere gestiegen. Im Biosphärenreservat wurden im Jahr 2000 schon wieder 400 Tiere gezählt. Tendenz stark steigend.
Ziegen sind neugierig, intelligent, gesellig, anhänglich und sensibel. Das macht sie auch als Spielkameraden für Kinder und in Streichelzoos sehr beliebt. Ziegen sind sehr aufmerksame Beobachter und gute Kletterer.
In Deutschland werden überwiegend die Bunte Deutsche Edelziege und die Weiße Deutsche Edelziege gehalten. Als reine Fleischziege findet die Burenziege immer mehr Liebhaber.
Durch die Zucht auf hohe Milchleistung wurden die alten Landschläge zurückgedrängt.
Zu diesen vom Aussterben bedrohten Ziegenrassen gehört die hellbraune bis schokoladenfarbene Thüringer Wald Ziege. Durch Ihre weißen Streifen im Gesicht und ihre weißen Beinen ist sie eine attraktive Erscheinung.
Verschollen dagegen ist die Rhönziege. Rhönziegen wurden auch als hornloser Rhönschlag bezeichnet. Manche regionale Zucht wies auch rehbraune Tiere mit schwarzem Aalstrich auf. Die Stadt Bischofsheim soll noch 1918 eine Herde von 200 Tieren besessen haben.
Die Ziege dient aber nicht nur zur Fleisch und Milchproduktion bei, nein sie ist auch ein bewährter Landschaftpfleger zur Offenhaltung der weiten Fernen im Biosphärenreservat Rhön. Ziegenfleisch zeichnet sich durch seine Zartheit aus. Tiere, die in der Herde aufgewachsen sind , pflegen die Landschaft und würzen sich bei der Aufnahme vieler Kräuter eigentlich selbst. Bei der Zubereitung von Ziegenfleisch ist der Eisatz von viel Salz gänzlich verkehrt. Zigenfleisch sollte man am besten mit Bärlauch ( Salzersatz ) und Kräutern würzen. Ein kräftiger Rhöner Apfelwein in der Soße rundet den Geschmack vollkommen ab, auch mit wenig Salz.
Wir danken der Verwaltung vom Haus der Langen Rhön Oberelsbach für die Mithilfe.

Ziegenkäserei Schöneberg

Irmelshausen 09764/1095